Wiener Hof

Der Wiener Hof, zwischen Wiener-, Kopenhagener- und Warschauer Straße gelegen, wurde im Jahr 2000 vollständig umgestaltet. Die zehn Wohnblocks dieses Quartiers mit insgesamt 465 Wohnungen bilden drei langgestreckte Höfe.

Gemeinsames Handeln
Das Gemeinschaftsprojekt zwischen Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg und WOBRA wurde durch das Bund-Länder-Programm gefördert. Bauherr war die Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg, sie ist Eigentümer von ca. 80% der Flächen.

Die Grundlagen der Planung
Im Vorfeld der Planung wurden die vorhandenen Grundlagen, wie die städtebauliche Rahmenplanung, das Ortsbild- und Parkplatzkonzept, die Sozialstudie und weitere Bestandsunterlagen untersucht und ausgewertet.


Die Planung
Die Planung wurde intensiv mit den Bewohnern diskutiert und abgestimmt. Um möglichst viele Anwohner zu erreichen, wurden Aktionen vor Ort, schriftliche Befragungen und zahlreiche Einzelgespräche durchgeführt.

Ziel der Planung des Landschaftsarchitekturbüros Bode, Williams und Partner war es, die Gartenanlage behutsam aus dem Bestand heraus zu entwickeln, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung der Spiel- und Aufenthaltsbereiche gelegt wurde.

Die Fläche der neuen Spielbereiche beträgt ca. 1.380 m², die ausgewiesene Spielfläche ist ca. 920 m² groß. Die Spielbereiche wurden mit Schaukeln, Wippen, Kletternetzen und anderen Objekten für verschiedene Altersgruppen ausgestattet. Neben gestalteten Spielbereichen für vorwiegend jüngere Kinder gibt es Aufenthaltsbereiche, die für alle Altersgruppen nutzbar sind.

Alle Ausstattungsgegenstände wie Bänke, Papierkörbe, Leuchten und Spielgeräte sind gestalterisch aufeinander abgestimmt. Spezielle Angebote für Jugendliche gibt es in der Nähe: z.B. der Spiel- und Bolzplatz an der Kopenhagener Straße und die Skate-Anlage an der Willibald-Alexis-Straße.

Das Wegenetz
Die in den Höfen vorhandenen geraden Betonwege bleiben befahrbar und öffentlich zugänglich, sie wurden durch kleine geschwungene Wege ergänzt. Der Verbindungsweg der Zufahrten ist als Aufenthalts- und Treffpunkt ausgebaut.


Die Bepflanzung
Die durchgrünten, baumbestandenen Gartenhöfe wurde durch punktuelle Verdichtung und Reihenpflanzungen gegliedert und akzentuiert. Dazu wurde der Baumbestand durch Neupflanzungen ergänzt, so dass sich dicht und locker bepflanzte Bereiche abwechseln. Die Raumbildung wird durch sogenannte "Wäldchen" - die gleichzeitig Spielflächen sind - verstärkt. Der Anteil der Pflanzflächen und deren Artenvielfalt wurde gesteigert, Rasenflächen wurden mit Blumenzwiebeln angereichert und in Anlehnung an das Pflanzenleitbild ergänzt.

Darüber hinaus wurden die Fassaden an den fensterlosen Giebelseiten begrünt. Das bestehende Entwässerungsnetz blieb erhalten. Zusätzliche Hofeinläufe wurden an das vorhandene Netz angeschlossen. Oberflächenwasser wird über Rasenmulden und Kiespackungen vor Ort versickert.

Die Müllentsorgung
Die Müllbehälter wurden in Sammelstandorten zusammengefasst und mit einem einheitlich gestalteten, veränderbaren Modulsystem eingefriedet. Als Ergebnis der Mieterbeteiligung wurden diese Standorte nicht in den Höfen untergebracht.

Ziel der Erneuerung des Wiener Hofes war es, ein Wohnumfeld zu gestalten, das Raum bietet für eine Generationen übergreifende Kommunikation aller Bewohner.

Die WOBRA konnte 120 am Wiener Hof gelegene Wohnungen (Warschauer Straße 2-10, Wiener Straße 2-10) für ihre Mieter attraktiver gestalten.


     
 
WOBRA - Wohnen in Brandenburg
 
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